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27.02.2022

Ab dem 30. Lebensjahr baut der Mensch bis zu ein Prozent Muskeln pro Jahr ab. Die Muskeln werden nach und nach in Fett umgewandelt. Ohne Sport büßt ein Mensch bis zum 80. Lebensjahr bis zu 40 Prozent seiner Muskelmasse ein. Werden Sie deshalb aktiv.

Fitte Senioren leben besser

Foto: Kzenon - stock.adobe.com


Die Sarkopenie bezeichnet den mit fortschreitendem Alter zunehmenden Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft und die damit einhergehenden funktionellen Einschränkungen des älteren Menschen. „Gezieltes Krafttraining für Senioren hält den Körper in Schwung und verlangsamt den Abbau von Muskelmasse. Zudem wirkt es sich im höheren Alter noch überaus positiv auf die Lebenserwartung aus.

KRONEN ZEITUNG

Auch der Testosteronspiegel lässt sich durch regelmäßiges Krafttraining wieder steigern, was dem Muskelschwund entgegenwirkt“, erklärt der MediFIT-Sportwissenschafter vom Klinikum Wels- Grieskirchen Michael Pfob. Wiedereinsteigern und jenen, die erst im Alter Sport für sich entdecken, ist zu regelmäßigen sportmedizinischen Untersuchungen zu raten. Die Belastbarkeit des Herz-Kreislauf-Systems, der Status der Gelenke, Bänder und Sehnen, wichtige Blutwerte und andere Informationen über den Gesundheitszustand werden dabei erfasst. Ältere Menschen können durch regelmäßiges Training maßgeblich zu ihrer Gesundheit beitragen. Herz, Lunge und Kreislauf arbeiten besser, erhöhter Blutdruck sinkt und die Blutfettwerte werden positiv beeinflusst.

Auch lassen sich Entzündungsprozesse durch sportliche Aktivität eindämmen. Gezieltes Training beugt auch der Abnahme neuromuskulärer Koordination vor (Sturzprophylaxe). Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking sind gut für Ausdauer und Herz-Kreislauf-System.

Foto: Nik Fleischmann

Foto: Nik Fleischmann

"Beim gesundheitsorientierten Training stehen gerade mit zunehmendem Alter die gesundheitsförderlichen und präventiven Aspekte im Vordergrund."

Mag. Michael Pfob