Anzeige
20.10.2021

Schon in der Antike wusste die Göttin Aphrodite um die sinnliche Wirkung von Gewürzen. Diese haben mit ihren ätherischen Ölen einen starken Einfluss auf unsere Verdauung.

Wärmende Gewürze für kalte Tage

So farbenfroh präsentiert sich die ayurvedische Küche. Da wird es einem nicht nur ums Herz warm.


Die mehr als 5000 Jahre alte Heilkunde Ayurveda bedeutet übersetzt „Wissen vom Leben“. Ziel der ayurvedischen Lehre ist es, den Körper zu entgiften und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Dazu gehört auch ganz besonders eine gesunde Ernährung.

Grundlage für die individuelle Heilbehandlung und Ernährungsberatung im Ayurveda sind daher die drei, das seelische Gleichgewicht bestimmenden „Doshas“. Sie sind den fünf Elementen Raum, Wasser, Erde, Luft und Feuer zugeordnet. „Vata“ besteht aus Luft und Raum und gilt als die Lebensenergie. „Kapha“ wird aus Erde und Wasser gebildet und ist verantwortlich für die Struktur des Körpers, für Wachstum und Gelenkigkeit. Das dritte Dosha ist „Pitta“, aus Feuer und Wasser zusammengesetzt und für biochemische Vorgänge im Körper wie Stoffwechsel und Verdauung zuständig.

Eine große Rolle in der ayurvedischen Küche spielen die Gewürze. Für die Inder sind Gewürze göttliche Nahrung. Sie besitzen nach ihrer Heilslehre große Kräfte, die gesund machen und Heilung bringen.

Aus Sicht der traditionellen indischen Ärzte wirkt jede Heilpflanze nicht nur auf den Körper, sondern auch auf die Seele des Menschen ein. Die spirituellen Wirkungen der Heilpflanzen auf Geist und Psyche werden immer berücksichtigt.

Ginsengwurzel, Knoblauch, Vanille, Zimt, Pfefferoni und Kurkuma sind alle wärmende Gewürze und schmecken super.

Ginsengwurzel, Knoblauch, Vanille, Zimt, Pfefferoni und Kurkuma sind alle wärmende Gewürze und schmecken super.

Als die zehn Königsgewürze der ayurvedischen Küche werden Nelken, Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt bezeichnet. Auch unsere westliche Ernährungslehre hält viel von Gewürzen wegen ihrer vielfältigen bioaktiven Substanzen. Die in den Gewürzen enthaltenen, sogenannten sekundären Pflanzenstoffe sind schon in winzigen Mengen wirksam und halten die Feinde der Pflanzen wie Insekten, Bakterien, Pilze und Viren in Schach.

Das Gleiche tun sie auch im Körper des Menschen und stärken so das körpereigene Abwehrsystem. Bei dem intensiven Gelb des Safrans handelt es sich um ein Carotinoid, für das krebsvorbeugende und das Immunsystem stärkende Wirkungen nachgewiesen sind.

Ein wärmendes Gewürz ist zum Beispiel Kurkuma: Die leuchtend gelbe, leicht bittere und scharfe Kurkuma stammt aus der Familie der Ingwergewürze. Es gibt sie frisch und getrocknet. Sie ist ein Tausendsassa unter den Gewürzen. Zahlreiche Studien beschäftigen sich mit ihren heilsamen Eigenschaften. Sie hat antibakterielle sowie antioxidative Eigenschaften, entfaltet in Maßen verwendet auf alle Doshas eine balancierende Wirkung, regt das Agni an und hat eine reinigende Wirkung. Kurkuma ist Bestandteil fast jeder herkömmlichen Currymischung und wird in der indischen Küche häufig verwendet.

Buchtipp: Heilsam kochen mit Ayurveda

Professor Grönemeyers Weltmedizin: Kochen und heilen mit der jahrtausendealten Lehre des Ayurveda. Der Autor ist übrigens der Bruder vom Musiker Herbert Grönemeyer.