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13.03.2022

Brennholz, Hackschnitzel, Pellets – wer damit heizt, ist auch unabhängiger von Lieferengpässen, denn man „lagert“ seine Heizenergie ja zu Hause, anstatt sie auf Abruf zu beziehen. Die jüngsten Ereignisse zeigen, dass dieser Aspekt eine wichtige Rolle spielt.

 Energie aus dem Sommer – für den Winter gespeichert

Foto: Watchara - stock.adobe.com


Pellets sind ein bedeuten- der Energiespeicher. Alleine die Pellets in den heimischen Heizkellern speichern eine Energiemenge von etwa 4 Milliarden kWh. Das entspricht ziemlich genau der Kapazität sämtlicher österreichischer Pumpspeicher!

Ganz Europa – und damit auch Österreich – ist vor einiger Zeit anscheinend knapp an einem Blackout vorbeigeschrammt. Die Gefahr konnte durch den abgestimmten Einsatz von Reservekapazitäten abgewendet werden. Die Aufmerksamkeit ist damit aber einmal mehr auf die Frage gelenkt: wie bringen wir den Überschuss an Energie, den wir im Sommer erzeugen, in den Winter, wo wir mehr an Strom und Wärme benötigen, als zeitgleich produziert wird? Bei gespeicherter Energie denken die meisten an Pumpspeicher, hochalpine Wasserkraftwerke, mit denen Österreich als Land der Berge und am Strome gesegnet ist. Wie viel Energie durch Holzbrennstoffe gespeichert wird, ist den meisten nicht bewusst. Denn noch mehr Energie als in Pellets wird in Brennholz und Hackgut gespeichert.

Allgemeine Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft St. Pölten

Nachwachsende Energie belastet Stromnetz nicht

„Unser Bedarf an Wärme muss nicht die Stromnetze belasten“, stellt Christian Rakos, Geschäftsführer von proPellets Austria, klar. „Wer mit Holzbrennstoffen heizt, kann seinen Jahresenergievorrat bei sich zu Hause speichern und leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Und er trägt aauch dazu bei, dass wir uns von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wie Kohle, Öl und Erdgas zu befreien.“ Und das ist in diesen Zeiten wichtiger denn je . . .

Bäume wachsen bei uns vorwiegend im Sommer. In der warmen Jahreszeit nehmen sie das CO2 aus der Luft auf und bilden daraus mit Hilfe der Sonnenenergie, sowie mit Wasser und Nährstoffen aus dem Waldboden das Holz. Bei passender Holzqualität kann man mit diesem Holz Häuser, Möbel, Fußböden und noch viel mehr erzeugen; was dabei an Holzabfällen übrigbleibt, kann zu Pellets weiterverarbeitet werden. Werden diese Holzpellets in der Heizung zur Energieerzeugung genutzt, gibt man der Atmosphäre das Kohlendioxid wieder zurück, das sich der Wald durch nachhaltige Waldbewirtschaftung von dort geholt hat und laufend holt: man schließt den Kreislauf. Und zugleich nutzt man die im Holz gespeicherte Sonnenenergie im Winter, wo wir die Wärme dringend benötigen.

WÄRMEENERGIE ZUHAUSE „AUF ABRUF“

Wie groß der Energiebedarf für Wärme ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen hält, dass für Raumwärme und Warmwasser rund 85 Milliarden Kilowattstunden (kWh) an Energie pro Jahr notwendig sind. Das ist mehr, als der gesamte Stromverbrauch Österreichs, der bei rund 68 Milliarden kWh liegt. Es wird viel über die Speicherung von Energie gesprochen. Oft wird dabei vergessen, dass Holzbrennstoffe die mit Abstand größten Speicher erneuerbarer Energien sind, die wir haben. In kalten Winternächten werden wir wieder daran erinnert.