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10.04.2022

Schwierige Zeiten haben wir derzeit alle zu durchleben. Vor allem unsere psychische Gesundheit wird auf die Probe gestellt: Jetzt sollten wir das Positive im Leben erkennen.

Den „Glückswolf“ in uns füttern

Foto: iStock / fotojog

Zunächst die Pandemie – eine Viruserkrankung breitet sich über die ganze Welt aus. Täglich neue steigende Zahlen sowie unterschiedliche Aussagen der Experten und der Politik – das zerrt schon stark an den Nerven. Neue Begriffe und Zahlenwurden „attraktiv“ – CT Wert, Teststrategie, PCR, Titerbestimmung und v mehr. Kaum jemand kennt sich noch wirklich aus. Die Nervenanspannung erreichte Höhepunkte – bin ich positiv, auch ohne Symptome zu haben? Und damit ein Risiko für Mitmenschen? 

Genuss statt Verdruss: In schwierigen Zeiten sollte man nicht nur jeden Tag, sondern auch jeden Bissen bewusst genießen. Foto: vladans
Genuss statt Verdruss: In schwierigen Zeiten sollte man nicht nur jeden Tag, sondern auch jeden Bissen bewusst genießen. Foto: vladans

Und dann auch noch ein Krieg – ganz nahe! Ein Krieg mitten in Europa mit schrecklichen Bildern, die uns täglich nach Hause „geliefert“ werden; Flüchtende Frauen mit ihren Kindern, zerbombte Häuser in der Ukraine, zerstörte russische Panzer und viel Leid und Elend.

Und – wie schaut die Zukunft aus? Die Preise für das tägliche Leben sind höher denn je. Wie wirkt es sich aus, falls das Gas knapp wird? Wie geht es dann mit der Wirtschaft weiter? Das soll man alles noch aushalten? Schlafstörungen und Gewalt in der Familie steigen, ebenso der Alkoholkonsum und die Einnahme von Beruhigungsmitteln.

Dem psychischen Teufelskreis entkommen

Wie kommen wir da wieder heraus? Bitte schalten Sie den Fernseher aus und verzichten auf die Pushnachrichten diverser Medien – es nennt sich „Informationskarenz“: Man muss nicht immer die aktuellen Zahlen der Neuinfektionen wissen und auch nicht, wie viele Menschen ihr Leben gelassen haben.

NÖ Tut gut

Es gibt einen guten Ratschlag: Es wächst der Wolf, den man am meisten füttert – ist es der Angstwolf, dann kann man so weitermachen – oder heraus aus der Abwärtsspirale: Dann müssen Sie den „Glückswolf“ aber auch füttern – gehen Sie gerade jetzt mit offenen Augen und Ohren hinaus in die Natur und hören Sie die Vögel singen und riechen Sie den Frühling.

Raus in die Natur und die positiven Seiten genießen

Bestaunen Sie die Blütenpracht der Mandelbäume und der vielen kleinen Bodendecker. Die Natur explodiert momentan gerade und das Frühjahr beschenkt uns mit einem reichen Schatz.

Versuchen Sie einfach auch, einmal langsamer zu werden – auch beim Essen, da geht es um das Kauen: Genießen und kauen statt den Bissen hinunterschlucken. Achten Sie dabei geschmacklich auf unterschiedliche Geschmacksgenüsse, aber auch optisch auf die unterschiedliche Textur des Gemüses und der Kartoffeln – so wird das Mahl zum genüsslichen Ereignis für alle Sinne.

Die Ferienwoche

Zeit für Umstellung – in der Ernährung und im Leben . . .

Es muss ja nicht immer Fleisch sein. Wissen Sie, dass der durchschnittliche Österreicher über 1700 Stück Schlachtvieh im Laufe seines Lebens verdrückt – hier können Sie aktiv werden und die Ernährung einfach etwas umstellen. Es geht dabei nicht um Verzicht, sondern um eine langsame Veränderung der Essgewohnheiten im Interesse aller. Hier ist es ähnlich wie bei der Coronaimpfung – es dreht sich nicht nur um mich, sondern um unsere gemeinsame Zukunft.

Auch Ordnung schaffen in seinem Leben beruhigt und bringt Stabilität. Schon geregelte Essenszeiten im Sitzen mit entsprechender Zeit und netter Umgebung, Kerzen und Blumenschmuck – eine kleine Anregung – kann die Psyche schon sehr verbessern. Auch der gesunde Schlaf wird für uns immer wichtiger – für eine gesunde Psyche brauchen wir eine gute Schlafqualität.

Foto: iStock
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Daher achten Sie bitte auf Ihre Schlafhygiene: Handy und Fernseher sollten im Schlafzimmer keinen Platz haben. Ausreichend gute Luft und das Bett am richtigen Platz fördern das Schlafverhalten. Blutige Bilder und Horrormeldungen vor dem Schlafengehen werden ins Unterbewusstsein verdrängt und im Schlaf „bearbeitet“ – daher keine Nachrichten vor dem Schlafengehen!

Ein gutes Gespräch, um Sorgen zu teilen, ist schon hilfreich – Studien haben es bewiesen, ein guter Freund an deiner Seite, dem man wirklich vertrauen kann, senkt den Stresspegel und die Angst.Auch Bewegung und Sport sind Möglichkeiten, die Angst und den Stress zu verringern. Dabei werden auch Glückshormone ausgeschüttet und man genießt die Freude an der Bewegung!

Foto: blackCAT
Foto: blackCAT

Es geht nicht um Leistung, sondern einfach darum, die Angst aus den Knochen zu schütteln! Andere brauchen wieder mehr Kultur und versuchen hier, ihre Psyche und Seele zu nähren – ein gutes Konzert, eine schöne Aufführung oder ein humorvoller Kabarettabend kann schon Therapie für die Psyche sein. Schauen Sie auf Ihre psychische Gesundheit – niemand anderer kann das so gut wie Sie selbst . . .